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Kleines Traktätlein seltsamer und approbirter Kunststücke
von Jacob Philadelphia

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Dieses Buch ist das früheste veröffentlichte Werk über Zauberei, das von einem in Amerika geborenen Zauberkünstler verfasst wurde. Zusätzlich zu den Zauberkunststücken findet man auch Heilkunde. Philadelphia schreibt dazu:

Bey allen, in diesem Traktätlein beschriebenen Curen, kann ich mit Gewißheit melden, daß solche bey den Wilden, oder Cheroquoisen, welche keine Aerzte haben, sondern sich selbst kuriren, mit dem besten Erfolg im Gebrauch sind; wie ich denn alle jetzt beschriebene Wissenschaften von gedachten Wilden, bey welchen ich mich lange Zeit aufgehalten, erlernet habe, und jetzo bey meinem Aufenthalt in Europa, zum Besten des Publici bekannt machen will.

Inhalt

  • 1. Ein Ey auf der Tafel laufend zu machen.
  • 2. Einen Thaler in der Hand schmelzend zu machen.
  • 3. Einer Katze in eine Minute drey oder vier Sprachen schreiben lernen.
  • 4. Eine Bouteille Wein an den Nagel zu hängen, die Bouteille entzwey zu schlagen, und daß der Wein muß an dem Nagel hängen bleiben.
  • 5. Eine Wette mit einem Ey zu machen, daß man es auf dem Tisch mit einem Beile nicht entzwey schlagen kann.
  • 6. Aus einem Ey eine Taube zu machen.
  • 7. Einer rothen Nelke an dem Stock eine andere Couleur zu geben.
  • 8. Einen Tocht zu machen, der niemals verbrennt.
  • 9. Eine Waffensalbe zu bereiten, welche alles Gewehr, es sey von Stahl oder Eisen, für den Rost bewahret.
  • 10. Ein lächerliches Kunststück, auf welches eine Wette kann angestellet werden, alle Thiere so vest zu machen, daß sie vor einem Kugelschuß erhalten werden.
  • 11. Ein Licht zu machen, ohne alles Fett, Talg oder Wachs, welches sowohl an Weisse, als Klarheit im brennen alle andere Lichter übertrifft, und nicht nur keinen übeln Geruch giebt, sondern auch auf keine Art die Kleider beschmutzt, und unabgeputzt 24 Stunden brennet.
  • 12. Eine Fleckkugel zu machen, womit alle Flecken, sie seyn von Fett oder Wagenschmiere, aus dem Tuch zu bringen.
  • 13. Einen goldnen Ring an einen Zwirnsfaden zu hängen, den Faden abzubrennen, daß der Ring an der Asche hängen bleibt.
  • 14. Wie man aus Eyern junge Hühner machen kann.
  • 15. Eine Blume zu verbrennen, welche in kurzer Zeit wieder zum Vorschein kommen muß.
  • 16. Wie man einen Orangenbaum zubereiten kann, daß er in einer Zeit von 2 bis 3 Minuted blühen und tragen muß.
  • 17. Wie man eine Karte, oder einen Vogel aus einem Ey zum Vorschein bringt.
  • 18. Wie man ein Ey an dem Stocke tanzend machen kann, oder aus einem Hut in den andern laufen.
  • 19. Wie man einer Henne, oder Taube, den Kopf abschneide, wenn man gegen dem Schatten mit einem Degen sticht.
  • 20. Wie man Kresse wachsend machen kann, in einer Zeit von einer Minute.
  • 21. Einen hölzernen Kopf reden zu machen.
  • 22. Einen hölzernen Fuchs zu machen, daß wenn man ihn was fragt, er alles mit dem Kopfe und Pfoten anzeiget.
  • 23. Wie man einen hölzernen Vogel pfeifen lernt, nach der Musik.
  • 24. Wie man ein Stück Geld, oder 2 Ringe in einem Glas tanzend machen kann.
  • 25. Wie man es macht, wenn eine Karte aus einer Bouteille heraus springen soll.
  • 26. Wie man eine Karte, die sich die Gesellschafft gezogen hat, in einem Spiegel sehen kann.
  • 27. Alle Blumen zu changiren, oder zu verwandeln, als: weiß in gelb, roth in schwarz, violet ins grüne, Rosinfarbe ins hellgrüne, Ponceaufarbe, Pompadour, Ziegelroth und Mausfrabe etc.
  • 28. Ein sympathetisches Pulver zu Heilung der Wunden.
  • 29. Einen Fluß zu machen, damit man das Porcellain, wenn es zerbrochen ist, wiederum zusammen schmelzen kann.
  • 30. Bohnen oder andere Gewächse in vier Stunden aus der Erde wachsend zu machen.
  • 31. Einen Kürbis in 4 Stunden blühend zu machen.
  • 32. Petersiliensaamen in einer Viertelstunde wachsend zu machen.
  • 33. Allerhand Kräuter Geschwind wachsend zu machen.
  • 34. Comieri Phosphorus zu machen.
  • 35. Ein anderer Phosphorus.
  • 36. Eine hell-leuchtende Materie, so gegen dem vorhergehenden nicht unbillig Hesperus zu nennen.
  • 37. Einen Stein durch Wasser anzuzünden.
  • 38. Einen hell-leuchtenden Stein zu machen.
  • 39. Einen Tannenwald in einem Glase zu präsentiren.
  • 40. Ein schönes Silbergewächs, oder Arborem Philosophorum, in einem Glase vorzustellen.
  • 41. Ein sehr rares Kunststücklein, eine feurige Schrift oder Bildniß im Finstern vorzustellen, und am Tage davon nichts zu sehen.
  • Magisch-Sympathetische Kunststücke.
    • 42. Wider die Zahnschmerzen.
    • 43. Wider das Zahnweh.
    • 44. Von der sympathetischen Cur der Wunden und des übermäßigen Blutens.
    • 45. Von der sympathetischen Cur der Bleichsucht an Weibsbildern.
    • 46. Antipathetische Cur wider den Hexenschuß.
    • 47. Magische Cur wider allerhand angezauberte Krankheiten.
    • 48. Magischer Weise die Schärmäuse auf dem Felde zu vertreiben.
    • 49. Durch Sympathie zu verhüten, daß der Thau dem Obste an den Bäumen nicht schade.
    • 50. Antipathetischer Weise zu verhindern, daß durch die heftigen Donnerwetter der Wein und das Bier in den Fäßern nicht umstosse.
    • 51. Die Colic auf eine sympathetisch-astralische Art geschwind zu curiren.
    • 52. Sympathetisch und zugleich antipathetische Cur der Pest.
    • 53. Ein Mittel wider die Pest.
    • 54. Den fressenden Krebs sympathetisch zu curiren.
    • 55. Wenn eine Person verreiset, und lange aus wäre, wie man natürlicher Weise erfahren könnte, ob die Person am Leben sey oder nicht.
    • 56. Die von schwarzen Heidelbeeren entstandene rothe Ruhr sympathetisch zu curiren.
    • 57. Secretum für die rothe Ruhr.
    • 58. Herrliches Pulver für den Stein.
    • 59. Das verlohrne Gehör wieder zu erlangen.
    • 60. Sympathetische Cur der faulenden Lungensucht.
    • 61. Wenn die Füße erfrohren sind.
    • 62. Wie man das Podagra magnetisch, und durch Transplantation curiren soll.
    • 63. Eine sympathetische Kugel, den Nagel der Scheibe zu treffen.
    • 64. Eine Salbe, die alles Gewehr 30 Jahre vor dem Rost bewahret.
    • 65. Ein Licht im Wasser brennend zu erhalten.
    • 66. Wie man ein gedrucktes Pferd, das man sonst schneiden müßte, heilen kann.
    • 67. Eine Büchse zu bereiten, womit man alles Federwildprät, und was Flügel hat, durch den Halß trift.
    • 68. Auf was Art ein Mensch große Stärke erlangen kann.
    • 69. Sympathetischer Weise ein hohes Alter zu erlangen.
    • 70. Einen zu curiren, der den Urin nicht halten kann.
    • 71. Auf der Strasse zu hören, wo am nächsten reitende oder fahrende Leute anzutreffen.
    • 72. In einem Spiegel zu sehen, was der Feind auf eine halbe Meile weit machet.
    • 73. Daß keine Taube weg fliegt, auch kein Geyer oder Falke eine fange.
    • 74. Daß eine Kuh viel Milch giebt.
    • 75. Daß die Kinder, so die Bocken oder Blattern haben, ihr Gesicht nicht davon verlieren, oder blind werden.
    • 76. Leichdorn zu vertreiben.
    • 77. Ein sicheres und of versuchtes sympathetisches Mittel wider das kalte Fieber.
    • 78. Wenn man verstopft und nicht zu Stuhle gehen kann.
    • 79. So einem eine Ader in der Lunge gesprungen.
    • 80. Wenn ein Lungengeschwür vorhanden, daß man Eyter und Blut auswirft, welches die rechte Schwindsucht ist.
    • 81. Den Krebs zu vertreiben.
    • 82. Vor den Biß eines tollen Hundes.
    • 83. Mittel für alle Krankheiten.
    • 84. Ein Wasser, welches allen Schaden am männlichen Glied heilet.
    • 85. Mittel wider die Filzläuse.
    • 86. Einen Gürtel zu machen, so derselbe am bloßen Leibe getragen wird, bleibet keine Laus bey ihm. 124
    • 87. Wanzen, Fliegen und Schnacken zu vertreiben.
    • 88. Wie man viel kalcutische Hühner aufziehen kann.
    • 89. Eine lustige Kurzweil, (auf einem Tanzboden, da viele Leute tanzen,) zu machen.
    • 90. Eine Feuerbrunst zu löschen.
    • Anmerkung.
    • 91. Einen Belauscher an einer Thür oder Wand abzulohnen.
    • 92. Fremde Tauben zu sich zu locken und sie zu fangen.
    • 93. Zu erkennen, ob ein Patient sterben oder genesen mag.
    • 94. Ein vortrefliches, und schon vielmal mit dem besten Erfolg gebrauchtes Mittel wider die Viehseuche.

Erstausgabe 1774, 72 Seiten; PDF 143 Seiten.
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